BND-Foto-Ausstellung: G+J und STERN präsentieren Foto von Martin Lukas Kim
Bis zum 24. April 2016 kann im G+J-Pressehaus am Hamburger Baumwall eine Ausstellung mit Fotos aus dem Reich des Bundesnachrichtendienstes besichtigt werden. Zu sehen sind rund 50 großformatige Fotos, die der Fotograf Martin Lukas Kim sowohl am bisherigen Hauptsitz in Pullach bei München als auch im künftigen Hauptsitz in Berlin anlässlich des 60-jährigen BND-Bestehens gemacht hat.
Die Ausstellung "Unheimlich - Der Bundesnachrichtendienst 1956 - 2016, eine Foto-Dokumentation von Martin Lukas Kim" kann jeden Tag von 10.00 bis 18.00 Uhr kostenfrei besucht werden. Mittwochs ist die Ausstellung sogar bis 20.00 Uhr geöffnet.
Gerhard Schindler, Präsident des BND, erklärt das ungewöhnliche Projekt so: "Dass die Öffnung nach außen für einen Nachrichtendienst immer eine Gratwanderung bedeutet, ist klar. Aber es ist in unserer freiheitlichen Demokratie unabdingbar: Diesen schwierigen Spagat zwischen dem nachrichtendienstlichen Methoden- und Quellenschutz und dem wachsenden gesellschaftlichen Informationsbedürfnis müssen wir einfach hinbekommen."
"Können Räume Geschichten erzählen? Als wir die Bilder von Martin Lukas Kim von Arbeitsplätzen des BND sahen, öffnete sich für uns der Kosmos eines bisher verbotenen Ortes. Ein Fotograf bekommt freien Zutritt in Pullach, dem geheimnisumwitterten Zentrum des BND! Und für diese Ausstellung auch in die neue Zentrale in Berlin. Und plötzlich können wir sie sehen: die Banalität und Skurrilität des Geheimen. Es ist ein ganz einzigartiger Blick in die Welt der Schlapphüte, in der es alles zu geben scheint außer eines - Schlapphüte," sagt STERN Chefredakteur Christian Krug.
Der Fotograf Martin Lukas Kim beschreibt die Arbeitsbedingungen in den beiden BND-Zentralen so: "Beim Fotografieren in Pullach hatte ich große Freiheiten - mit zwei Einschränkungen: Menschen und Autokennzeichen durfte ich nicht abbilden. Die Konzentration auf die Spuren der Mitarbeiter an ihren Arbeitsplätzen, auf die Gestaltung der Büroräume und die seltsam leeren Bereiche zwischen den Gebäuden ließ jedoch interessante Rückschlüsse auf den Alltag innerhalb des BND zu. Ich entschied, ausschließlich nachts zu fotografieren - die Bilder sind ein Ringen mit dem Ort um Licht, um Information, um Erkenntnis. Die Bilder der neuen BND-Zentrale in Berlin hingegen sind gleißend hell fotografiert, quasi transparent. Der Betrachter soll sich fragen, ob und wann diese Transparenz zu einem Erkenntnisgewinn führt."


