LIA 2019: Anorak Film und Scholz & Friends räumen das meiste Gold ab

49 Edelmetall-Trophäen - mit dieser Ausbeute sahnt Deutschland den dritten Platz bei den 34. London International Awards (LIA) ab. Großbritannien holt mit 65 Medaillen den zweiten Platz. Klarer Sieger sind aber die USA, die 186 Medaillen abräumten. Genauer gingen an Deutschland 14-mal Gold, 15-mal Silber und 20-mal Bronze. LIA feiert besondere Kreativ-Leistungen mit jährlichen Auszeichnungen und ist eine von nur fünf globalen Werbe-Auszeichnungen, die in das "WARC Creative 100"-Ranking einfließen. Eine Preisverleihung gibt es nicht mehr, dafür finanziert LIA das Programm Creative LIAisons.

Gold-Abräumer: Anorak Film und Scholz & Friends

Die meisten Auszeichnungen räumten hierzulande die Agentur-Gruppe Scholz & Friends und die Produktionsfirma Anorak Film ab. So gewann Scholz & Friends insgesamt elf Auszeichnungen, darunter vier goldene Awards für ihre Arbeiten für die Berliner Philharmoniker, Toppits und The Female Company. Die Berliner Film-Produktion Anorak holte gleich fünf Mal Gold für den Film "Bertha Benz".

Auch Grabarz & Partner sowie Ogilvy stehen auf der Gold-Liste. Ogilvy gewann mit der Bahn-Kampagne 'No need to fly' gleich zweimal Gold. Grabarz & Partner erhielt einmal Gold für das Porsche-Projekt 'The 24 Minutes of Le Mans'.

Serviceplan ist "Global Independent Agency of the Year"

Serviceplan darf sich über drei Gold-Awards freuen. Das Berliner Team gewann einen Gold-Award für die Kampagne 'Mind the Gap' für die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Serviceplan Deutschland holte einmal Gold für die Arbeit 'Made in Fukushima' für den Kunden METER. Einmal Gold ging an Serviceplan China für die Kampagne '999 Warm-Hearted Leggings' für 999 Cold Remedy. Überdies wurde Serviceplan zur "Global Independent Agency of the Year" gekürt.

Außerdem ausgezeichnet wurden: McCann Worldgroup zur "Global Network of the Year" und BBDO zum "Regional Network Of The Year for Europe".

JvM pausiert

Im Vergleich zu 2018 holte Deutschland allerdings deutlich weniger Medaillen: Waren es 2018 noch 111, sind es in diesem Jahr mit 49 Trophäen nicht einmal die Hälfte. Das könnte aber auch daran, dass Jung von Matt nicht an den LIAs teilgenommen hat. 2018 staubten die Hamburger Kreativen alleine 17-mal Gold ab. JvM legt alle zwei Jahre eine Award-Pause ein.

 

(sh) 06.11.2019