freelance.de-Ranking: Freelancer haben im Durchschnitt eine 40-Stunden-Woche

Wer sich selbstständig macht, der mag zwar sein eigener Chef sein, doch am Ende beutet er sich nur selber aus und verzichtet zugunsten von Projektarbeit auf seine Freizeit. Ein Gedanke, der durch die Köpfe vieler Freelancer geistert. freelance.de, ein regionaler Marktplatz für Freischaffende in München, hat unter den angemeldeten Freelancern nachgefragt und ein Ranking erstellt: Wie lange arbeiten Freelancer in der Woche im Durchschnitt?

Das Ranking zeigt, welche Berufsgruppen unter den Freelancern durchschnittlich am längsten arbeiten sowie den jeweils höchsten und niedrigsten angegebenen Wert. Dabei belegen Freischaffende aus dem Bereich Marketing, Vertrieb, Kommunikation den vierten Rang mit 42,9 Stunden pro Woche im Durchschnitt (höchster Wert 90 Stunden, niedrigster Wert 30 Stunden). Freelancer aus dem Bereich Design, Kunst sind auf dem siebten Platz zu finden. Sie leisten 40,2 Stunden pro Woche im Durchschnitt ab (höchster Wert: 70 Stunden, niedrigster Wert: 28 Stunden).

 

Das Ranking zeigt, dass Freelancer bei der Arbeitszeit im Durchschnitt sehr nah an die 40-Stunden-Woche kommen. Die Unterschiede unter den Branchen sind nicht besonders auffällig. Lediglich die Freien aus dem Wissenschafts- und Bildungsbereich sind ein Ausreißer mit durchschnittlich unter 40 Stunden pro Woche Arbeitszeit. Das Ranking macht aber vor allem deutlich: Eine Pauschalaussage über Freelancer lässt sich nicht treffen. Den Puls hochtreibende 70-Stunden-Wochen sind genauso üblich wie angenehme 20 Stunden pro Woche.

"Das spiegelt einen der wichtigsten Vorteile am Arbeiten als Freier wieder", sagt Simon Gravel, Geschäftsführer von freelance.de und früher selber Freelancer. "Es gibt Zeitabschnitte in der Karriere, da will man viel arbeiten, um viel zu erreichen. Genauso gibt es aber Zeiten, in denen man öfter zu Hause sein möchte, zum Beispiel, wenn man eine Familie gründet. Das geht als Angestellter nicht immer so einfach. Vor allem die Rückkehr von der Halbtagsarbeit in die Vollzeit wird oft erschwert. Als Freelancer ist man viel flexibler."

(vr) 10.10.2017