Cover des Monats Dezember 2018: Der Spiegel gewinnt mit Titel zum Fall Relotius

Nach dem Betrugsfall um den Spiegel-Journalisten Claas Relotius bemüht sich das Nachrichtenmagazin um Klärung. Mit dem Titel 'Sagen, was ist' wird der 'Spiegel' mit der letzten Ausgabe des Jahres zum Cover des Monats Dezember gewählt. Die Art und Weise, wie das Nachrichtenmagazin mit den eigenen Verfehlungen umgeht, beeindruckte die Expertenjury des Wettbewerbs. Verantwortlich für die Gestaltung des Siegers waren Susanne Beyer (Chefredakteurin), Katja Kollmann und Johannes Unselt (beide Artdirektoren).

 

Das sagt die Jury zum Dezember-Cover vom Spiegel 52/2018

 

Peter Engels, Creative Director Visual Design bei Cocomore: "Sagen, was ist — das sagt alles! Beeindruckend, wie der Spiegel mit der hausgemachten Krise umgeht. Passend dazu, das auf Typo reduzierte Cover mit der Spiegel-Leitlinie. Selbstanklagend in großen Lettern, Weiß auf Rot. Mehr braucht es in diesem Fall nicht für ein gutes Cover."

 

Nadine Schlichte, Geschäftsführerin Kreation bei Butter: "Der richtige Zeitpunkt für die Rückbesinnung. Starkes Zeichen vom Spiegel."

 

Jochen Theurer, Creative Director bei Strichpunkt Design: "Der alte Augstein-Satz – ein starkes Plädoyer für die Wahrheit, für seriösen Journalismus und gegen Fake News. Ein Spiegel-Titel für die Hall of Fame – auch wenn´s dieses Mal in eigener Sache ist..."

 

Tobias von Aesch, Associated Creative Director bei Havas: "Sich nach einem Fauxpas eines solchen Ausmaßes nicht zu verstecken, sondern mit fetter und prägnanter Headline "in eigener Sache" zu thematisieren, zeugt von Größe. Respekt."

 

Sascha Hanke, Partner & Executive Creative Director, Ex-Kolle Rebbe: "Gutes Krisenmanagement in drei Worten. Ehrlich währt eben am längsten!"

 

Frederik Wetzel, Creative Director bei Grabarz & Partner: "Plakative, einfache, ehrliche Inszenierung für ein Thema, das genau das gebraucht hat."

 

Alle Ergebnisse und Statements gibt es unter www.cover-des-monats.de.

(vr) 11.01.2019